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re:publica 2010 – Reise durch Berlin Teil 3

Guten Morgen liebes Gesicht! Ja ich weiß, diese tollen Entenfedern. Akku ist wieder aufgeladen und der Vulkan in Island im vollem Gange, so das keine Flugzeuge mehr fliegen. Ich wusste doch die Natur ist viel mächtiger als dieser virtuelle Kram. ;)

Der letzte und dritte Tag der re:publica. Ach ja, und Frühstücken musste ich natürlich auch wieder. Mein Highlight-Frühstück in Berlin, das ein wenig teurer war, aber einfach nur toll. Dieses Mal habe ich das Café Einstein, Unter den Linden 42 ausgesucht. Ein schönes Ambiente im Stil der 20iger oder 30iger Jahre mit schwarz-weiß Porträts von bekannten Persönlichkeiten an den Wänden. Die Fenster waren mit Holz-Rollläden versehen, von den Decken hangen mit einem langen Kabel, kugelrunde Lampen und wirkten auf mich ein bisschen amerikanisch. Wie ich jetzt gelesen habe, waren auch bekannte Gesichter in diesem Café zum Frühstück. Unter anderem Udo Lindenberg, Bill Clinton oder auch Marcel Reich-Ranicki. Sofort wurde man von den Angestellten und dem Chef begrüßt. Nach einem Blick in die Karte war klar, ein wenig teuer, was schon der Standort des Cafés verriet, aber man kann auch mal etwas Neues ausprobieren. Es gab eine große Auswahl an Frühstückszusammenstellungen. Das Grand Café- Frühstück kostete 8,40 € mit Wurst, Käse, Frischkäse, Butter, Marmelade, Brötchen in allen Variationen, und frisches Vollkornbrot. Nachschub gab es gerne auf Anfrage. Das Pariser Frühstück mit Croissant, Marmelade, und Butter gab es für 5,20 €. Cappuccino und Latte Maccattio kosteten jeweils 3,40 € mit einem klassischen Glas Wasser dazu. Ich muss sagen, ich war lange nicht mehr so zufrieden mit Service und Geschmack des Frühstücks. Der einzige Minuspunkt war einfach der Preis.

An diesem Tag war der erste Vortrag „Revolution im Kopf“ von Götz W. Werner, der erfolgreiche Unternehmer, wie ich jetzt weiß das Buch: „Einkommen für alle“ schrieb. In diesem Buch fordert er das jeder Deutsche Bürger ein Grundeinkommen bekommen soll. Und dies war auch das Thema des Vortrages. Der Satz den ich mir bis jetzt gemerkt habe, weil ich ihn gut fand: „Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe.” Wenn man einmal darüber nach denkt, stimmt es.

Danach folgte Prof. Dr. Miriam Meckel, die zu Themen wie Kommunikation, Internet und Journalismus publiziert. Bei der re:publica hielt sie einen Vortrag über: „This Objekt can not be liked”. Jetzt stellt sich die Frage, was verbirgt sich dahinter. Sie fing an mit einfachen Beispielen festzustellen, dass wir in der virtuellen Welt nicht immer die Möglichkeit haben zu bestimmten.  Die Freiheit des Menschen ist der  Zufall und das man nicht vorhersehen kann was am nächsten Tag passiert z.B. was am nächsten Tag in der Zeitung steht. Genauso als würde man im Internet surfen und durch Zufall auf einem Blog landen und an einem Thema hängen bleiben, was man gar nicht gesucht hat. Das ist Zufall und dass ist gut so. Bei Suchmaschinen ist es so, das Algorithmen im vor hinein berechnen was man sucht und die Leute gezielt auf bestimmte Seiten führt. Das ist kein Zufall. Zudem bezeichnete sie das Apple Konzept zum iPad als „Neckermann-Pauschalreise“ und meinte damit das freie Internet einschränkt wird und man sich vom Produzenten zum Konsumenten entwickelt. Was eine schlechte Entwicklung für die Internet-Kultur ist. Wichtig war ihr, das jeder über Ihren Vortrag denken kann was er will und seine Freiheit der Meinungsbildung nutzt. Zudem stütze sich ihr ganzer Vortrag auf Kapitelüberschriften die sie ganz bewusst gewählt hatte. Diese Überschriften sind von Friedrich Dürrenmatt aus dem Buch „Die Physiker“ geliehen und dienten dazu darüber nach zu denken, das es beim Thema Internet noch einige Entwicklungen geben wird, die uns vielleicht nicht passen werden.

Über mein Mittagessen möchte ich nicht schreiben, weil es einfach nicht mein Geschmack war. Ich hätte es einfach nicht essen sollen. Unterwegs mit @lenn4rd, @keasone, @schmutte und @freshmango zu den nächsten Vorträgen oder auch nicht. Da konnte es schon mal passieren, dass man in einem Vortrag saß wo keiner von den Gefährten hin wollte. Bevor ich es noch vergesse, ich habe mir ein tolles T-Shirt am Spread-Shirt-Stand machen lassen.

T-Shirt re:launch

T-Shirt re:launch

Ich muss allerdings dazu sagen, das „launch“ eigentlich grau ist und nur durch den Lichteinfall der Scheinwerfer von oben Orange geworden ist. ;)

Der vorletzte Vortrag für diesen Tag „Medienhacken — Im Herz der Bestie“ zeigte wie einfach es ist „Gerüchte“ zu verbreiten, die sofort von den Medien aufgenommen und ohne Nachforschungen zu betreiben geschluckt und geglaubt werden. Der richtige und bekannte Begriff ist dabei Medienguerilla und lebt vom mit- und selber Machen. Mit amüsanten Bespielen wurde dem Publikum das Thema schmackhaft und interessant gestaltet.

Und dann war es soweit, die Abschlussveranstaltung näherte sich. Als Highlight war es geplant über Skype mit dem  Mitbegründer Bizz Stone von Twitter ein Interview zu führen. Nach langem hin und her stand die Leitung nach Amerika über Skype. Wir sollten dann noch ein bisschen warten, denn Bizz Stone war nicht im Büro.

Da äußerte Johnny Heusler seine Idee mit uns allen Karaoke „Bohemian Rhapsody“ von Queen zu singen. Nach Jubel, öffnete er ein Videoportal und suchte die Karaokeversion aus der Datenbank. Natürlich ließen wir das Video erst einmal laden, damit es nicht mitten im Lied stehen bleibt.

Dann ging es los.Wer möchte bekommt hier einen Eindruck des ganzen: Video re:publica 10 Bohemian Rhapsody

Eine tolle Idee und einer der besten Karaoke-Chor den ich bis jetzt gehört habe, der auch weiter sang als das Internet hakte. Danach mussten wir leider feststellen das Bizz Stone keine Zeit mehr für uns hatte. Das war dann auch egal und die Organisatoren und ihr Helfer verabschiedeten sich von uns. Die eigentlich geladenen DJ´s konnte durch die vom Vulkan verursachte Aschewolke nicht kommen. Dennoch stieg die Abschlussparty in der Kalkscheune und im Innenhof. Ein toller Abschluss der re.publica.

Und wenn ich jetzt so drüber nach denke fällt meine Fazit folgendermaßen aus: Ich komme wieder, werde mehr Gespräche führen, ein anderes Hostel nehmen um den Entenfedern zu entkommen und früher bei den einzelnen Vorträgen erscheinen um noch einen Platz zu bekommen. Und die Gedanken der re:publica 2010 bis zur nächsten re:publica 2011 in die Welt tragen.

Zusammenfassung Reise durch Berlin:

Frühstück/Kaffee

Espresso Ambulanz: Kaffee-Bar mit kostenlosen W-LAN. Ein sehr netter junger Mann zauberte mir einen Chai Tee Latte Mango, sehr lecker wie ich jetzt weiß und Lennard ein Cappuccino mit toller Verzierung ohne Schablone! Fazit: Nett, schön eingerichtet, Preise: 2,50 € jeweils für Cappuccino und Chai Tee Latte

Café Orange: Oranienburger Str. 32. Die Preise waren Ordnung. Für das Frühstück „Café Orange” kostete 6,00 €, ein kleines Frühstück 4,00 €. Es gab helle und dunkle Brötchen, die eindeutig von Aldi waren, Baguette, Mettwurst, Käse in verschiedenen Sorten, frisches Obst, Joghurt mit Obst, Butter, kein Frischkäse. Die heißen Getränke musste man extra dazu bestellen und bezahlen. Ein Cappuccino kostete allerdings nur 2,00 €. Das Frühstücksfazit: Ganz in Ordnung, leider sollte dich Küche mehr auf Hygiene achten.

Café Einstein, Unter den Linden 42. Ein schönes Ambiente im Stil der 20iger oder 30iger Jahre mit schwarz-weiß Porträts von bekannten Persönlichkeiten an den Wänden. Die Fenster waren mit Holz-Rollläden versehen, von den Decken hangen mit einem langen Kabel, kugelrunde Lampen und wirkten auf mich ein bisschen amerikanisch. Wie ich jetzt gelesen habe, waren auch bekannte Gesichter in diesem Café zum Frühstück. Unter anderem Udo Lindenberg, Bill Clinton oder auch Marcel Reich-Ranicki. Sofort wurde man von den Angestellten und dem Chef begrüßt. Nach einem Blick in die Karte war klar, ein wenig teuer, was schon der Standort des Cafés verriet, aber man kann auch mal etwas Neues ausprobieren. Es gab eine große Auswahl an Frühstückszusammenstellungen. Das Grand Café- Frühstück kostete 8,40 € mit Wurst, Käse, Frischkäse, Butter, Marmelade, Brötchen in allen Variationen, und frisches Vollkornbrot. Nachschub gab es gerne auf Anfrage. Das Pariser Frühstück mit Croissant, Marmelade, und Butter gab es für 5,20 €. Cappuccino und Latte Maccattio kosteten jeweils 3,40 € mit einem klassischen Glas Wasser dazu. Ich muss sagen, ich war lange nicht mehr so zufrieden mit Service und Geschmack des Frühstücks. Der einzige Minuspunkt war einfach der Preis.

Mittag/Abend-Essen

DADAFalafel: Kleinen Imbiss in der Linienstraße 132, nicht weit entfernt vom Friedrichstadtpalast. Mein Fazit : Sehr lecker, preiswert und lange sättigend. Achtung für alle die nicht so gerne scharf essen, die rote Soße sollte man vermeiden.

Trattoria Peretti: Friedrichstr. 113. Ein sehr schönes Ambiente, wenig los, was ich sehr angenehm empfand, bei dem Trubel auf der re:publica. Bestellung: Pizza mit Tomate, Mozzarella, Schinken, Rucola und Parmesankäse. Eine tolle, typische dünne italienische Pizza. Das Personal war aufmerksam und nett. Eine Empfehlung für diese Trattoria von meiner Seite auch in preislicher Hinsicht.

Sehenswürdigkeiten/Tipps

Welcome Card Berlin: Ich nutzte diese Karte für 5 Tage Berlin, Zone A und B. Preis: 29,90 € Nutzen: U-Bahn, S-Bahn, Tram, Metro, Bus usw. Das tolle dabei ist, dass man bei vielen Sehenswürdigkeiten eine Preisermäßigung bekommt, ca. 25% Preisnachlass.

Fernsehturm Berlin: Jeder der einmal in Berlin ist sollte den Weg rauf auf den Fernsehturm finden um Berlin von oben zu betrachten. Die Preise haben es aber leider in sich. Der Normalpreis ist 10,50€ , mit der Welcome Card 7,80 € pro Person. Nach ein bisschen anstehen, in der Woche!, kommt man in den Vorsaal zu den Fahrstühlen. Insgesamt 2 Aufzüge die 6 Meter pro Sekunde 203 Meter nach oben fahren. Oben angekommen hat man bei gutem Wetter einen schönen Ausblick auf Berlin und seine Sehenswürdigkeiten. Mir war zwischen durch ein wenig schwindelig. Zu jeder Sehenswürdigkeit gab es Tafeln am Geländer innerhalb der Kugel. In das Restaurant des Fernsehturms kommt man nicht so leicht. Da braucht man eine Reservierung die man mit einem so genannten VIP-Ticket bekommt und dafür 18,50  pro Person bezahlen muss. Ganz schön teuer. Im Restaurant dreht sich das Innere der Kugel und man hat eine „Stadtrundfahrt” während seines Essens oder Kaffee. Nach unten ging es wieder mit den Fahrstühlen. Mein Fazit: Ganz nett und in der Woche wohl auch weniger besucht. Einmal sollte man auf dem Fernsehturm gewesen sein und den Blick über Berlin genießen.