Gestern um 07:00 Uhr Morgens, aufstehen, fertig machen, in das Auto, zum Bahnhof, in den Zug. Jetzt war der Zug noch schön leer, doch desto näher die Stadt Hannover und die Cebit kam, desto voller wurde der Zug. In Hannover angekommen, in die S-Bahn zum Messegelände. Menschen, überall Menschen und viele kennen nicht die einfachsten Regeln. Auf der Rolltreppe steht jemand rechts der es nicht eilig hat und links laufen die Menschen hoch/runter/vorbei die es eilig haben. Verdammt noch mal ist das so schwer?
Angekommen auf dem Messegelände, erste Orientierung notwendig, doch durch ein wenig Vorplanung schnell wieder zurecht gefunden. Dann ging es druch die Hallen. Ein Ziel war es die “Webciety 09″ zu besuchen. Leider konnte ich noch nicht mobil mit twittern, dies hat mich sehr geärgert. Da wusste ich schon, meine Liste meiner Wünsche erweiterte sich. Ein paar Vorträge standen auch auf der Liste. Erste erwähnenswerter Vortrag von dem wohl die meisten enttäuscht waren, war “Politik 2.0″. Vier Politiker von namenhaften Parteien, ein Professor und der Moderator natürlich. Und kein Mensch der nichts mit Politik oder Wissenschaften am Hut hat. Na gut dachte ich, erst einmal zuhören und nicht mosern. Doch nach 20 Minuten verlor ich meine Geduld.
Immer nur Floskeln, keine Fakten, alle erzählen das Gleiche. Also ab zum nächten Vortrag: “PDF/A”.
Da ich in der Druckbranche bzw. Medienbranche zu Hause bin, interessierte mich dieses Thema natürlich sehr. Bei PDF/A handelt es sich um ein PDF-Format, dass man für die Archivierung von Daten nutzen kann. Bei diesem Format liegt eine ISO Norm dahinter, die bestimmte Vorraussetzungen an ein Dokument stellt, damit es überhaupt archiviert werden kann. Und diese ISO Norm wird nicht wie alle üblichen ISO Normen nach 10 Jahre überprüft, sondern sie steht für immer fest. Das heißt, man kann seine Daten speichern und muss nicht wieder in 10 Jahren mit einem neuen Format arbeiten. Viele Unternehmen in Deutschland und in den USA benutzten diese Format. Um noch einen Vorteil zu nennen: Verschickt man ein PDF/A an einen Kunden, so kann er es ganz normal mit dem Acrobat Reader öffnen, braucht kein Zusatztool, nichts. Ganz einfach. Zum Schluss noch der Hinweis, dass dieses Format nicht nur bei Textformaten genutzt werden kann, sondern auch bei Bildformaten. Sehr schön. Ein Vortrag der mir gefallen hat.
Leider hat man immer viel zu viel auf seiner Liste stehen und die Füße machten irgendwann auch nicht mehr so mit. Doch zwei Punkte konnte man sich nicht entgehen lassen. Den “Twitter Wine Taste” und die Modenschau “fashion and style”.
Beim Twitter Wine Taste angekommen, hingesetzt und gleich eine Dame vor einem gehabt, die ein wenig aufgedreht war. Bei dieser Verstanstaltung ging es daum, Live Wein zu verkosten und seine Sinneseindrücke in Twitter mit zuteilen. Es standen drei Rieslinge von unterschiedlichen Winzer zur Verkostung bereit. Gerochen, getrunken, geschmeckt, getwittert. Der letzte Wein wurde sogar mit Cola gemischt. Wirklich, mit Cola. Kann ich mir auch nicht vorstellen. Leider fehlte dem ganzen Spektakel ein weniger Pepp und ein kleines Fazit zum Schluss.
Danach ging es zur Modenschau “fashion and style”. Jeaaah einmal Heidi Klum, Paymen Amin, Bruce Darnell und Rolf Schneider spielen wie bei Germany’s next Topmodel! Es wurde teilweise tolle Mode gezeigt, die ich auch selbst anziehen würde. Natürlich war die Mode auch ökologisch abbaubar, in der heutigen Zeit selbstverständlich!
Dann ging es um 17 Uhr nach Hause. Ein toller Tag, mit Inspiration für meine Ausbildung, ein paar Broschüren und Faltblättern mehr. Totz Muskelkater in den Beinen und voller Züge.
Und ein kleiner Tipp für das nächste Jahr: Das Softeis ist in den kleinen Souvenirshops zwischen den Hallen, viel günstiger